Informatikstudium

Inzwischen spielt Informatik in fast allen Bereichen unseres Alltags eine bedeutsame Rolle: Von der Finanzbranche ĂŒber das Gesundheitswesen zum MobilitĂ€tssektor, kaum ein Bereich kommt noch ohne Informatik aus. Die Bedeutsamkeit von Informations- und Kommunikationstechnologien werden im Zeitalter der Digitalisierung besonders deutlich und verĂ€ndern unser gesellschaftliches Zusammenleben.

Deshalb ist gerade jetzt ein Informatikstudium eine attraktive Möglichkeit, die aktuellen Entwicklungen mitzugestalten. Die Herausforderungen, neueste Technologien zu benutzen, Algorithmen zu entwickeln, das Zusammenspiel von Hardware und Software zu verstehen prĂ€gen die Informatik. Im Studium werden neben den mathematischen und theoretischen Grundlagen die Basiskonzepte der Informatik und einige Programmiersprachen erlernt bevor es zu weiterfĂŒhrenden Themen wie kĂŒnstlicher Intelligenz und Maschine Learning kommt. Vorteilhafte Eigenschaften fĂŒr ein Informatikstudium sind Ausdauer und Problemlösungskompetenz. Informatik ist nicht (nur) Webseitenentwicklung, Computerspielen, Hacken, im Internet suchen, sondern umfasst vor allem auch die wissenschaftlichen Konzepte und Theorien, die hinter den alltĂ€glichen Anwendungen stecken. Insbesondere ist Angewandte Informatik keine Einzeldisziplin sondern setzt voraus, dass man auch den Kontakt zu anderen FĂ€chern und Menschen sucht.

Bachelor

An der Uni Heidelberg kann man Angewandte Informatik im Bachelor zu 100% oder in Kombination mit einem zweiten Fach zu 50% studieren. Im Gegensatz zu Informatik-StudiengÀngen an anderen Hochschulen ist das Informatikstudium in Heidelberg vergleichsweise theoretisch. Der Name Angewandte Informatik bezeichnet weniger den geringen Praxisbezog sondern vielmehr die Tatsache, dass man ca. ein Sechstel seines Studiums die Vorlesungen eines Anwendungsgebietes besucht. In diesen nebenfachartigen Veranstaltungen wendet man also seine Informatikkenntnisse an. Der Mathematikanteil im Informatikstudium ist nicht zu unterschÀtzen.

Im polyvalenten Bachelorstudiengang studiert man Informatik zu 50% und ein zweites Fach ebenfalls zu 50%, deshalb entfĂ€llt das Anwendungsgebiet. DafĂŒr kann man sich fĂŒr oder auch gegen die Lehramtsoption entscheiden, also entweder neben den beiden FĂ€chern ein paar Veranstaltungen der Bildungswissenschaften studieren, um fĂŒr den Master of Education mit Berufsziel Gymnasiallehrkraft zugelassen zu werden, oder einfach nur zwei FĂ€cher zur HĂ€lfte studieren.

Lehramt

Wer in Heidelberg Informatik auf Gymnasiallehramt studieren möchte, studiert zunĂ€chst den polyvalenten Bachelor mit Lehramtsoption zwei FĂ€cher zu je 50% sowie die bildungswissenschaftlichen Veranstaltungen. Anschließend kann man an der Heidelberg School of Education (HSE, ein Verbund der UniversitĂ€t Heidelberg mit der PĂ€dagogischen Hochschule in Heidelberg) den Master of Education, Teilstudiengang Informatik absolvieren. Aktuell besteht die Möglichkeit, ĂŒber eine Sonderregelung auch aus dem Bachelor Angewandte Informatik 100% in den Master of Education zu wechseln. Außerdem ist es möglich, Informatik als Erweitungsfach fĂŒr den Master zu wĂ€hlen und somit ein drittes, attraktives Fach spĂ€ter zu unterrichten.

Master

Neben dem Master of Education kann man in Heidelberg verschiedene Fachmaster absolvieren. Neben dem Master Angewandte Informatik kann man auch die Master Scientific Computing oder Technische Informatik studieren. Das besondere an dem Angewandte Informatik Studiengang ist das Anwendungsgebiet mit 18 ECTS, ansonsten hat man große Wahlfreiheit. Der Master Technische Informatik wird vom ZITI angeboten wĂ€hrend der Master Scientific Computing an der Schnittstelle der Numerik des Wissenschaftlichen Rechnens angesiedelt ist.